Manomama stellen in Augsburg Alltagskleidung her. Es ist kein ganz normaler textilverarbeitender Betrieb. Zwar entspricht der Aufbau des Unternehmens den zeitgenössischen Standards, aber deren Arbeitsweise ist gleichzeitig traditionell (unmodern) und postglobal. Der Widerspruch mag komplex klingen, ist aber einfach zu schildern:

Sie holen nur die Baumwolle aus dem Ausland; Hanf, Leder, Schurwolle und Viskose. Alle weiteren Komponenten einer Klamotte, wie Knopf und Reißverschluss, werden aus Deutschland bezogen. Der Faden wird von SpinnerInnen in der Region gefertigt, die Gewebe ebenfalls. Damit werden Traditionsbetriebe vor deren Schließung bewahrt. Vielmehr noch: Werte und Wissen über Handwerk bleiben erhalten und können jederzeit weitergegeben werden.

Foto: Flyer zur Manomama-Jeans, von www.manomama.de

Ebenso wird die regionale Gesellschaft gestärkt, weil Menschen beschäftigt werden, die sonst jede Firma ablehnt. Sie bekommen eine angemessene Entlohnung und fühlen sich durch die Anerkennung ihrer Arbeit wohl.

Im Näh.Werk werden wir häufiger gefragt, wo man am verträglichsten einkauft. Wir können immer nur einzelne Marken weiterempfehlen, selten Läden. Und selbst die Marken weisen meist irgendwo in der Produktkette Schwachstellen auf, wie Färbemittel, die Schwermetalle und krebserregende Stoffe enthalten. Für den Verbaucher sind Klamotten, die auf solche Weise wie bei Manomama entstehen, ein glücklicher Aufschrei.

Manomama und jedes Unternehmen, welches so arbeitet, wirkt nicht nur handwerksstärkend sondern identitätsstiftend in die Gesellschaft. Solche Entwicklungen unterstützen wir aus Überzeugung.